Vorbereitung auf den Schulstart

So langsam ist es soweit. Die Ferien neigen sich dem Ende zu. Ich habe noch etwa anderthalb Wochen, bis die Schule wieder anfängt. Zumindest für uns Lehrer, die Schüler haben ja noch eine halbe Woche länger frei.

Mein Schuljahr wird beginnen mit einem Erste-Hilfe-Kurs (wie jedes zweite Schuljahr), einer Dienstbesprechung in Mathematik (wie jedes Jahr) und einer Besprechung mit den Kolleginnen, die sich dieses Jahr im Rahmen von WAT um die Computernutzung kümmern.
Zwischendrin läuft dann noch der normale Vorbereitungskram. Erste Kopien in den Druck geben, mal in den Informatikraum schauen, Bücher aquirieren und so weiter.

Doch so weit sind wir noch nicht. Ich bin gerade in der Vorbereitung. Gestern gab es Schulshopping. Ich habe neben einigem nützlichen Krimskrams einige Notizbücher gekauft (Herlitz). Den Einband kann man wiederverwenden, die Seiten innen auswechseln.
Das Heft in A6 wird mir als To-Do-Liste dienen.
Die Hefte in A5 sind für die Unterrichtsplanung. Ich schreibe mir gerne vorher den Ablauf der Stunde auf, so wie ich ihn gerne hätte (keine noch so gut geplante Stunde überlebt den Feindkontakt mit dem Schüler. 😉 ).
Das Heft in A4 hat einen Satz linierte und einen Satz karierter Blätter, die gelocht sind und an einem Perforationsrand abgetrennt werden können. So spare ich es mir, immer einen Block mit mir rumzuschleppen. Oder gar zwei.

Heute habe ich dann die erste Stunde mit meiner jetzt 8. Klasse soweit geplant. Außerdem habe ich das Plakat für Klasse 7 und 8 zum Thema Sachaufgaben bearbeiten gedruckt. Es ist fröhlich bunt gemalt und kann nun bei Gelegenheit im Copyshop auf A3 oder A2 vergrößert werden.
Außerdem habe ich ein Arbeitsblatt erstellt, dass die Schüler als Glossar nutzen sollen (Thema Sprachförderung), um neue Begriffe in einer Art Vokabelliste anzulegen. Ich habe eine Weile überlegt, ob sie sich dafür einfach ein Vokabelheft anschaffen sollen. Im Gespräch mit einer Kollegin, die das bereits an einer anderen Schule verwendet, habe ich mich dann dafür entschlossen, ihnen Blätter drucken zu lassen. Diese Blätter sollen farbig sein, so dass sie im Hefter auf den ersten Blick zu erkennen sind und „nicht so leicht vergessen werden können“. Natürlich bin ich mir bewusst, dass auch Hefter häufig mal vergessen werden.
Da wir an unserer Schule den Luxus einer Übungsmathestunde haben (also eine 5. Mathestunde pro Woche), die aber nur zum Üben, nicht zum regulären Unterricht genutzt werden darf, habe ich für diese Stunden eine Art Inhaltsverzeichnis erstellt. Vielleicht kann man es auch als eine sehr vereinfachte Art von Lerntagebuch bezeichnen. Auch diese Seite sollen die Schüler als farbiges Blatt bekommen. Sie sollen darin das jeweilige Datum der Stunde, das von ihnen bearbeitete Thema (z.B. Bruchrechnung), das verwendete Material (z.B. Arbeitsblatt oder Übungsheft) und die bearbeiteten Aufgaben (z.B. Nr. 1-3) aufschreiben. Der Vorteil ist, dass ich einen Überblick bekomme, wer wann was erledigt.
Diese beiden Blätter sind dann erstmal in der Testphase. Zusätzlich will ich wieder eine tägliche Übung machen. Auch dafür bekommen meine Schüler ein buntes Blatt, das sie abheften sollen (erfahrungsgemäß landen eigene Blätter sonst danach immer im Müll). Das lässt sich dann nach einer Einheit ebenfalls einsammeln und – zwar nicht im eigentlichen Sinne bewerten, aber – begutachten.

Nebenher ordne ich gerade meinen Explorariumskurs für die Oberstufe. Ich werde in diesem Jahr wohl das große Glück haben, einen Kurs zu leiten, der Anfänger (neu in Info), Fortgeschrittene (letztes Jahr im Anfängerkurs) und „Experten“ (letztes Jahr im Fortgeschrittenenkurs) umfasst. Diese drei Anforderungen unter einen Hut zu bringen, alle ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten entsprechend weiter zu fördern und zu fordern wird schon eine schöne Herausforderung werden. Mal ganz davon abgesehen, dass die Kurse eigentlich laut RLP unterschiedliche Inhalte hätten, die aber so aufeinander aufbauen, dass man auch nicht zuerst 3. und 4. Semester unterrichten kann und anschließend 1. und 2.
Manchmal ist es schon nicht leicht!

Als ich heute morgen in der Pause auf den Vertretungsplan schaute, hatte ich keine Vertretungen eingetragen.
Glücklicherweise schaute ich nach dem zweiten Block nochmal auf den Plan, sonst hätte ich die Vertretung in der 5. Stunde völlig übersehen. Es wäre ja auch nicht etwa so gewesen, dass ich im 3. Block eigentlich keinen Unterricht gehabt hätte und deshalb die zurückgegebenen Bücher meiner Klasse durchsehen und wegräumen wollte.

Ich kam dann sogar noch relativ pünktlich in der besagten Klasse an (die ja auch nur ganz am anderen Ende unseres großzügigen Geländes liegt). Die Erzieherin war begeistert, dass sie nicht die zigste Stunde in der Klasse halten sollte. In Anbetracht der Tatsache, dass morgen in der Klassenstufe Fußballturnier ist und es der letzte reguläre Schultag vor den Ferien ist, habe ich beschlossen, dass wir rausgehen. Die Kids waren begeistert.

Während wir noch dort saßen – eine Kollegin hatte ein ähnliches Schicksal ereilt – stand plötzlich eine Schülerin vor mir, die mir mitteilte, sie käme gerade aus dem Sekretariat, ich solle in der nächsten Stunde bei ihnen Vertretung machen.
Ich ging also anschließend noch in die andere Klasse und beaufsichtigte dort Brettspiele.

Fazit: Ich hatte heute 4 Stunden am Stück, gefolgt von einer Pausenaufsicht und drei weiteren Stunden am Stück. So macht der Tag Spaß.

Die Kollegin erzählte mir, während wir mal einige Minuten durchatmen konnten, dass sich eine Erzieherin bei ihr abfällig über das Rausgehen geäußert habe. Die Schüler würden ja nur noch rausgehen.
Letztlich stellt sich mir aber auch immer die Frage: Was soll man in einer Vertretungsstunde in einer Klasse, die man nicht kennt, in einem Fach, das man nicht unterrichtet, machen? Vor allem dann, wenn es der letzte reguläre Schultag vor den Sommerferien ist?

Bei Klausuren und Prüfungen gibt es immer wieder seltsame Situationen. Inzwischen kann ich einige aufzählen. Bei den mündlichen Abiturprüfungen war ich bisher nur als Gast oder Protokollant dabei. Jetzt kann ich auch aus dem Vorbereitungsraum Kuriositäten berichten.

Matheprüfung. Der Prüfling betritt den Raum. Kurz darauf wird ihm klar, dass er für die Matheprüfung vielleicht auch was rechnen muss. Taschenrechner? Erstmal nach draußen, einen vom Kumpel holen.

Matheprüfung. Eine Stunde später betritt ein weiterer Prüfling den Raum. Er hat bereits unterschrieben, prüfungsfähig zu sein, und der Kollege weist noch auf einige Formalitäten hin. Dem Prüfling fällt auf, dass er einen Taschenrechner brauchen könnte. Ich leihe ihm meinen. Wenig später wird ihm klar, dass er seine Ergebnisse und Gedanken aufschreiben sollte. Er hat keinen Stift dabei. Ich leihe ihm meinen.

Die Schüler haben im Vorfeld gewusst, wie eine solche Prüfung abläuft. Alle anderen sind – bei Bedarf – mit Taschenrechner zur Prüfung erschienen. Alle hatten einen Stift dabei, viele sogar mehrere und teils Marker.
Ich frage mich immer wieder, was sich einige Menschen denken. Aber vielleicht ist das genau das Problem, weshalb ich keine Antwort auf die Frage finde. Sie denken einfach nicht.

Der Ramadan

Der Ramadan ist eine sich jährlich wiederholende Freude für alle Lehrer und Lehrerinnen, die an Schulen mit einem großen Anteil muslimischer Schüler und Schülerinnen unterrichten. Und nun ist es mal wieder so weit.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen den Islam an sich und ich finde, dass Religionen ein wichtiger Bestandteil für ein erfülltes Leben von Menschen sind oder zumindest sein können.
Trotzdem geht mir vieles daran quer. Insbesondere das Bodenpersonal und deren Auslegungen verschiedener Gottesansichten sind mir häufig zuwider. (Ganz egal, ob dieser Gott nun „Gott“, „Allah“ oder „Wishnu“ heißen mag.)
In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens auch das Lied „Nicht in meinem Namen“ von Bodo Wartke empfehlen. Das fasst meine Grundgedanken dazu eigentlich sehr schön in Worte (und Musik).

Zurück zum Ramadan. Ich bin dafür ja kein Profi. Eigentlich wollte ich immer mal nachlesen, bisher habe ich meine Informationen dazu aus der Sendung „Forum am Freitag“, die Freitags auf dem ZDF ausgestrahlt wird.
Soweit ich also weiß, sollen nur diejenigen fasten, die dazu gesundheitlich in der Lage sind. Das heißt, dass sowohl Schwangere, als auch ältere Menschen und Kinder ohne Probleme im Sinne ihrer Gesundheit auch essen oder zumindest trinken dürfen.
Auch für schwer arbeitende Menschen und Reisende soll es Ausnahmen geben.

An sich finde ich es eine wunderbare Sache. Es zeigt einem selbst, dass nicht alles selbstverständlich ist. Und es ist eine Möglichkeit, sich in seinem eigenen Glauben zu bestärken.
Ich würde das nicht tun wollen, aber das ist eine andere Geschichte.

  • Ramadan 2015:
    • Schüler fehlt über eine Woche, Krankschreibung vom Arzt. Sein Kreislauf war aufgrund der Hitze und des Wassermangels zu schwach geworden.
    • diverse Schüler klagen über Kopfschmerzen (die wohl auf den Flüssigkeitsmangel zurückzuführen sind)
    • Schüler sind müder und unkonzentrierter als sonst (da sie ja nachts nicht schlafen können, weil sie noch essen müssen)
  • Ramadan 2016:
    • Schüler sind müde und unkonzentriert (s.o.)
    • Schüler sind hochgradig unmotiviert (da sie müde sind und sich unwohl fühlen)
    • vermehrte Klagen über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Unwohlsein und Übelkeit, sowie Schwindel
    • diverse Schüler aus der Schule nach Hause geschickt, da sie „krank“ waren (Symptome wie oben)
    • Schüler in Klasse 5 und 6 quengelig, unkonzentriert, reizbar
    • ein Schüler in Klasse 7 mit Kreislaufzusammenbruch
  • Ramadan 2017:
    • Schüler sind müde und unkonzentriert (s.o.)
    • Schüler sind unruhig, unkonzentriert und nicht arbeitswillig (wegen Unwohlsein)
    • Klagen über Unwohlsein (Symptome wie oben)
    • Siebtklässler total verschwitzt ohne Getränk nach Sport bei ca. 30° Tagestemperatur um 14 Uhr im Matheunterricht (in meinen Augen fahrlässig!)
    • Schülerin (ca. 15) hat gerade eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse diagnostiziert bekommen und wird medikamentös eingestellt, fastet aber trotzdem („Ich bin das so gewöhnt.“)

Das sind die Eindrücke, die ich von den Folgen des Ramadan in den vergangenen zwei Jahren bis heute mitbekommen habe.
Die Schüler fangen an, sich gegenseitig zu kontrollieren und „besser“ sein zu wollen, als die anderen. Selbst Grundschüler beginnen bereits zu fasten!
In der Oberstufe werden sie wieder etwas realistischer, setzen auch mal einen Tag aus (den sie dann hinten anhängen können), wenn es die Umstände erfordern.
Gerade für die Kleinen ist es aber wichtig, mitzumachen. Nur dann gibt es Geschenke!

Es ist ein schwieriges Gebiet. Wie gesagt, ich sehe viele positive Dinge darin. Ich bin auch die letzte, die sagt, es wäre falsch zu fasten. Ich finde es aber falsch, dass erstens bereits die Grundschüler damit anfangen (und auch von ihren Familien ermuntert werden), dass zweitens Schüler während der Schulzeit fasten, in der sie Nahrung brauchen um lernen zu können, und dass drittens sie auch bei großer Hitze trotz der Leistungen, die sie täglich erbringen müssen, nicht einmal trinken! In dieser Form kann das nicht gesund sein.
Und ich sehe Schüler durchaus als schwer arbeitende Menschen, auf ihre Art (und vor allem an Tagen mit Sportunterricht).

Fazit? Ich fürchte, dafür wird es so bald keine Lösung geben. Aber solange es die nicht gibt, werden wir weiterhin muslimische Schülerinnen und Schüler haben, die während des Ramadan bestenfalls nicht ihr volles Potenzial entfalten können, schlimmstenfalls vier Wochen krank sind und den Unterrichtsstoff ganz verpassen.
Ich frage mich, ob so Chancengleichheit aussieht. Wir geben ihnen gleiche Chancen, sie schränken ihre Möglichkeiten mit dem Fasten (in meinen Augen) selbst nachhaltig ein. Schade.

Lab-PC oder Der Computerraum

Das Bild ist mir in meiner Twitter-Timeline angespült worden. Ich habe es mir mal ausgeliehen, da es mich für diesen Eintrag inspiriert hat.
Bei Rechtekonflikt bitte melden, dann nehme ich es natürlich gleich wieder raus.

Hier wird der Horror-PC dargestellt. Und es ist erstaunlich, wie viel er mit denen in meiner Schule gemeinsam hat. Ich habe sicher schon das Eine oder Andere hier oder auf Twitter anklingen lassen, trotzdem schreibe ich mir den ganzen Rotz jetzt doch nochmal von der Seele.

90s beige. Oh ja, unsere PC sind beige. Irgendwie. Vielleicht auch pissgelb. Jedenfalls sieht man deutlich, dass sie schon sehr lange an unterschiedlichen Stellen stehen und wenig bewegt wurden. Sie zeigen das durch unterschiedlich starke Verfärbungen aufgrund der mehr oder weniger starken Sonneneinstrahlung. Und das ist erstaunlich, da im PC-Raum die Jalousien permanent heruntergelassen sind und die Vorhangreste (dazu später mehr) zugezogen sind.
Das dauerhafte Stehen am gleichen Platz lässt sich auch gut durch die Staubschicht beobachten, da sich das Putzpersonal hier offenbar nicht zuständig fühlt. Ich mich auch nicht, ich bin als Lehrerin angestellt, nicht als Putzkraft.

Windows XP. Hier lässt sich nicht viel hinzufügen. Ja. Windows XP. Hier gibt es nichtmal mehr Sicherheitsupdates. Damit ist unser Informatikraum ein offenes Tor für Viren, Würmer und Trojaner. Mich wundert jedenfalls nicht, wenn das System deshalb komplett lahmgelegt ist (kam auch schon vor).
Ein Update? Wäre schön. Die Rechner brauchen allerdings so schon etwa 5-10 Minuten bis sie benutzt werden können und schlafen bei mehr als 3 offenen Tabs im Browser nachhaltig ein. Neue Rechner braucht die Informatik. Nur wovon bezahlen?

CRT Monitor. Nein! Wir haben Flachbildschirme, keine Röhrenmonis mehr. Allerdings gibt es hier einige enorm flimmernde, einige mit seltsamen Farbverstimmungen und einige, deren Kabel einfach nicht mehr wirklich gut kontakten wollen. Achso, Kratzer haben sie auch häufig. Aber was soll’s.

Keyboards. Natürlich haben wir auch solche. Einige auf USB-Basis, andere noch mit PS2-Anschluss. Einige auch, die inzwischen nicht mehr funktionieren. Bei einigen funktionieren einige Tasten nicht mehr. Bei anderen haben es Schüler (die nicht ohne Lehrer in den Raum kommen) geschafft, Tasten zu vertauschen!
Demnächst muss ich da wohl mal mit unserer Technikhilfskraft Inventur machen. Natürlich unbezahlt und ohne Ermäßigungsstunden. Ist ja mein Hobby. Nicht.

Network ports filled with glue. Nein, wir haben keinen Klebstoff in den Ports. Wir haben auch keine Floppylaufwerke mehr. CD-Laufwerke, Kartenslots und USB-Anschlüsse haben wir. Ohne Zwangsvirenscan, versteht sich. Heissa.

Floppy Drives. Ja, sagte ich schon, haben wir tatsächlich nicht mehr!

Admin passwort written on case. Nein, die Admin-Passworte sind im Vorbereitungsraum in einem Ordner. Zugang nur mit Schlüssel. Wo genau der Ordner steht, weiß ich aber selbst nicht, weil der Vorbereitungsraum ohne mein Zutun umgezogen ist. Ans andere Ende der Schule. Wie praktisch.

Ball Mouse. Nein, wir haben Lasermäuse. Wahnsinn. Wie bei der Tastatur auch, einige mit USB-, andere mit PS2-Anschluss. Viele nicht oder nur eingeschränkt funktionierende Exemplare. (Ersatz im Vorbereitungsraum. *hust*)

Der Raum an sich?

  • Beamer und White-Board vorhanden. Kein SmartBoard. Warum auch, die Informatik braucht sowas doch sicher nicht!
  • Vorhänge nur noch rudimentär befestigt, Jalousien (unter anderem) deshalb immer geschlossen.
  • Fenster sind aufgrund der davor befindlichen PCs nur schwer bis gar nicht zu öffnen.
  • 18 PC-Plätze (mit derzeit ca. 16 funktionierenden PCs), 12 Gruppentischplätze in der Mitte. Da stimmt was nicht? Stimmt!
  • Raum hat Südlage. Durchschnittlich von Mai bis Oktober Saunaatmosphäre mit eingeschränkter Denkfähigkeit. Natürlich Trinkverbot im PC-Raum.

Noch Fragen?

Rechtschreibung oder Linkschreibung?

Ich sitze gerade über Arbeiten meiner Schüler. Die Aufgabe war, ein Interview zu führen und anschließend einen Artikel dazu zu schreiben. Ich hatte im Verlauf der Vorbereitungen mehrfach darauf hingewiesen, dass doch bitte auf Rechtschreibung und Grammatik zu achten sei.
Ich kann durchaus verstehen, wenn im Eifer einer Klausur anderes wichtig ist, als wie man Dinge schreibt. Zumindest für die Schüler. Auch bei Hausaufgaben kann ich es ein Stück weit nachvollziehen, wenn sie eben nicht für eine Note herhalten sollen.

Meine Herzchen sind in die Oberstufe gekommen. Sie hatten nicht nur die Möglichkeit, die Rechtschreibkorrektur ihres Textverarbeitungsprogramms zu verwenden, sie hätten auch Vater, Mutter, Geschwister, Onkel, Tante, Oma oder sonstwen drüberlesen lassen können.
Ergebnis? Bisher habe ich eine Arbeit, die nur einen Fehler aufweist. Dafür ist sie inhaltlich nicht so berauschend. Zwei bis drei weitere Arbeiten sind inzwischen mehr rot als schwarz. Die sind dafür inhaltlich teils besser. Mit dem Rest habe ich mich bisher noch nicht befasst. Hin und wieder scheint mir ein Werk mit einer vertretbaren Menge an Fehlern darunter zu sein.

Ich habe das Gefühl, unsere Schüler halten zunehmend weniger von Rechtschreibung und gehen langsam zur Linkschreibung über…